Die Winterzeit beginnt – und damit enden die warmen schönen Herbsttage. Klar – es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung. Entpuppt sich euer Freigänger bei Schnee oder Regen als Stubenhocker, kann so ein Tag zu Hause ganz schön lang werden. Aber auch Hauskatzen brauchen zwischen den Schmuseeinheiten kleine Beschäftigungen. Damit bei eurem Vierbeiner keine Langeweile aufkommt, haben wir von TIERdirekt ein paar Tipps für die Beschäftigung zuhause.

1. Fangspiele

Auch wenn Katzen sich gern selbst beschäftigen: Das gemeinsame Spielen fördert die Bindung zwischen euch und eurem Liebling. Und mit Spielzeug können nicht nur wir Menschen uns lange beschäftigen, auch Katzen finden daran ihren Spaß. Wie wäre es also einmal mit einer Runde „Fangen“? Befestigt dafür zum Beispiel beliebige Gegenstände wie Federn, Stoffreste oder Glöckchen an einem Band mit Stab und zieht diesen vor eurer Katze hin und her. Damit diese Spiele nicht langweilig werden, solltet ihr eurer Katze auch Erfolgserlebnisse gönnen und sie ab und zu gewinnen lassen.

Laserpointer oder Taschenlampen laden zwar auch zu dieser Spielvariante ein, sind jedoch mit großer Vorsicht zu genießen, da sie die empfindlichen Katzenaugen ernsthaft schädigen können.

Auch ein weiches neues Spielzeug lässt sich beispielweise aus Socken gut selbst machen. Stopft die Socken mit Stoffresten aus und verschließt sie anschließend gut. Wenn ihr zusätzlich etwas getrocknete Katzenminze oder Baldrian hineingebt, wird euer Samtpfötchen richtig begeistert sein. Ihr könnt auch Kordeln oder Augenknöpfe verwenden, um daraus eine Maus zu gestalten.

Mit einfachen Mitteln könnt ihr auch ein wildes Tobspiel beginnen. Polstert eure Hand mit einem Waschlappen, zieht die Socke darüber und pirscht euch damit an eure Katze heran. Sicher steigt euer kleiner Tiger schnell darauf ein.

KInd hält hellbraune Katze ein Greifspielzeug mit Federn hin, Katze greift zu den Federn.

2. Beute in der Wohnung jagen

Da besonders Hauskatzen ihren Jagdtrieb nicht ausleben können, kommt dieser oft zu kurz. Aber auch der Freigänger, der zum Stubentiger geworden ist, möchte womöglich nicht darauf verzichten. Veranstaltet ihr doch mal eine Leckerli-Schatzsuche: Versteckt kleine Snacks in der gesamten Wohnung. Wenn ihr es etwas spielerischer gestalten möchten, baut Hindernisse dazwischen. Dafür könnt ihr zum Beispiel kleine Papierboote mit Leckereien in ein mit Wasser gefülltes Waschbecken oder in die Badewanne setzen. Oder faltet Papierschachteln, -bälle oder Pappkartons so, dass die Vierbeiner erst einmal Vorarbeit leisten müssen, um an die Beute zu gelangen. Schafft es eure Katze, die Verpackung zu knacken? Dann ist ihr Jagdinstinkt befriedigt.

3. Burgen und Schlösser bauen

Einen Kratzbaum kaufen kann jeder. Aber warum nicht bei der nächsten großen Onlinebestellung die Kartons aufbewahren und daraus eine DIY Katzenburg bauen? Türen und Fenster lassen sich leicht mit der Schere ausschneiden. Aus schmalen, länglichen Kartons, könnt ihr Höhlen und Durchgänge bauen. Mit Streifen aus Zeitungspapier könnt ihr die Eingänge versehen, damit eure Katzen sich noch besser verstecken kann. Küchenpapierrollen, die ihr in der Burg versteckt und mit Leckerlis befüllt, regen den Spieltrieb zusätzlich an.

4. Katzenmassage

Kuscheln und Verwöhnen kann an so einem Mistwetter-Tag wahre Wunder bewirken! Denn auch eure Katze liebt Verwöhnmomente und sehnt sich nach ihrer Zuneigung. Eine Massage wirkt entspannend und macht ihren Liebling rundum zufrieden. Nutzt für die Katzenmassage eure ganze Hand, um die Entspannung noch weiter zu verstärken. Insbesondere am Bauch oder entlang des Rückens sind Massagebewegungen mit der ganzen Hand für eure Katze viel intensiver spürbar. Auch Nacken, Stirn und Ohren sind sehr beliebte Stellen.

Achtet auf die Reaktionen eures Lieblings während der Massage. Windet sich eure Katze oder versucht aufzustehen, weist das darauf hin, dass ihr entweder eine bestimmte Massagebewegung nicht gefällt oder sie nicht in der richtigen Stimmung für eine Massage ist. Ein wohliges Schnurren und Blinzeln hingegen zeigt, dass sie absolut tiefenentspannt ist.

Graue Katze liegt schlafend mit wohligem Blick auf dem Rücken auf den Beinen Ihres Frauchen.

5. Intelligenzspiele

Neben der körperlichen Auslastung wollen Katzen auch ihre Köpfchen anstrengen. Dazu gibt es im Handel eine Vielzahl an Intelligenzspielzeug: Futterbälle, Fummelbretter und Futterlabyrinthe.

Eine einfache kreative Alternative sind die selbst gebastelten Fummelbretter. Hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Ihr könnt ein Stück festen Karton mit Klo- und Küchenpapierrollen bekleben, die ihr dann mit Leckerlis befüllt. Oder ihr schneidet Löcher in einen verschlossenen Karton, durch welche euer Schatz dann nach Snacks angeln kann. Um das Ganze zu erschweren, könnt ihr den Karton mit Spielbällen befüllen. Leere Eierkartons, aufgeklebte Korken als Labyrinth oder eine leere Taschentuch-Box eignen sich ebenfalls für Katzen-Fummelbretter.

Leichter und schneller sind sogenannte Fummelkisten: Befüllt eine Schale oder eine große Schachtel mit Füllmaterial wie z.B. zusammengeknülltem Papier, Flaschenkorken, Tischtennisbällen oder Holzbauklötzen und versteckt Leckerlis darunter, so dass sie danach wühlen kann.

Achtet immer darauf, dass euer Liebling sich nicht verletzen kann. Benutzt z.B. immer ungiftigen Kleber zum Basteln. Und verwendet keine allzu spitzen Gegenstände. Bei den Spielen mit Futter wie auch bei anderen Katzenspielen sollte euer Tier nicht frustriert werden. Die Schwierigkeit der Intelligenzspiele sollte also immer an das jeweilige Kätzchen anpasst werden.

Zum Schluß für euch eine Bastelanleitung für ein Fummelbrett (dauert ca. 10 min)

Ihr benötigt:

  • Ein Brett in der Größe eurer Wahl. Das Brett kann aus Holz, sehr schwerem Karton oder einem anderen Material sein. Wichtig ist, dass sich das Brett nur schwer bewegen lässt.
  • Mehrere leere Küchen- und Toilettenpapierrollen
  • Schere und Klebeband

Anleitung:

  1. Zunächst schneidet ihr in die leeren Küchenpapierrollen verschiedene Löcher hinein. Diese können unterschiedlich groß sein, am besten so, dass eine Katzenpfote durchpasst
  2. Die Toilettenpapierrollen schneidet ihr in unterschiedlich großen Stücken ab
  3. Danach klebt die Küchenpapierrollen mit Klebeband sehr fest quer über das Brett und die einzelnen Toilettenpapierröllchen horizontal, sodass kleine Türmchen entstehen. Wichtig ist, dass die Abstände so gewählt sind, dass dazwischen immer eine Katzenpfote passt.
  4. Bestückt die Röhrchen mit Trockenfutter oder Leckerlies und lasst eure Katze den Rest erledigen.

Wir wünschen euch und eurer Katze eine spannende Winter-Spielzeit!