Die Freude ist bei der ganzen Familie groß: Das Katzenbaby, neudeutsch Kitten, zieht bald ein in seinem neuen Zuhause. Aber bei aller Freude: Wie bei jedem Baby gilt es für euch einiges zu beachten, um die physische und psychische Entwicklung der kleinen Katze auf den richtigen Weg zu bringen. Ist euer Zuhause schon katzengrecht? Ob Futter, Kratzbett oder Körbchen: Wir geben euch Anregung, was ihr im Vorfeld besorgen könnt. Und wir sagen euch, was nicht in eine Katzenwohnung gehören sollte und welche Dinge in den ersten Wochen bedacht werden müssen. Erfahrt alles im Detail exklusiv von unserer TIERdirekt Tierärztin und Katzenexpertin Dr. Barbara Wehr.

Damit das Katzenbaby nicht gleich überwältigt wird, ist es hilfreich zuerst einmal alles in einem Raum vorzubereiten. Es sollte Platz für den Futter- und Wassernapf sein, die Katzentoilette, vielleicht eine Kletter- und Kratzmöglichkeit und ein kuscheliger Platz zum Verstecken. Achtet jedoch darauf, dass es nicht zu viele Möglichkeiten zum Verstecken gibt, damit aus dem Kennenlernen nicht ein Katz- und Mausspiel wird. Idealerweise lasst schon vor Abholung eine Decke bei eurem Kätzchen, so gewöhnt sie sich schon mal an den Geruch des neuen Zuhauses. Zusätzlich empfiehlt es sich, zuerst das gewohnte Futter und den bekannten Katzenstreu zu verwenden und falls nötig nach und nach langsam umzustellen.

Dinge, die ihr vor Ankunft des Kätzchens besorgen solltet:

  • Transportkorb
  • Katzentoilette mit Schaufel und Streu
  • Futter- und Trinknapf
  • Kamm und Bürste
  • Katzen-Kratzbrett
  • Katzen-Spielzeug
  • Körbchen oder Schlafplatz
  • Sicherung für Fenster und Balkon
  • Gewohntes Katzenfutter und -streu für die ersten Tage
  • Denken sie außerdem über eine Tierkrankenversicherung nach, die sie vor unerwartet hohen Tierarztkosten schützt
Getigertes Kätzchen lugt unter einer Wolldecke angriffslustig hervor

Räumt alles weg, was euer Kätzchen interessant finden könnte, aber gefährlich ist:

  • Giftige Zimmerpflanzen
  • Offene Elektrokabel
  • Medikamente
  • Putzmittel
  • Offener Kamine bitte nach oben blockieren

Endlich: Das Kätzchen zieht ein
Dann kann es losgehen – mit dem Transportkorb holt ihr euer Kätzchen ab. Zuhause schließt bitte alle Fenster und Türen und öffnet dann den Korb. Bitte vermeidet Menschenaufläufe zur Begrüßung und lasst das Kätzchen selbst entscheiden, wann es aus dem Korb kommen möchte. Bietet dem Kätzchen etwas von der gewohnten Nahrung an und zeigt ihm das Katzenklo. Wartet auf jeden Fall, bis das Kätzchen von selbst Kontakt aufnimmt, vielleicht nehmt ihr ein Spielzeug zur Aufmunterung. Erst wenn sie sich anfassen lässt, kann man die junge Katze hochnehmen. Wichtig: Überfordert das Kätzchen am Anfang noch nicht. Wenn ihr nach ein paar Tagen merkt, dass sich das Kätzchen wohlfühlt und mehr erleben möchte, dann lasst es nach und nach auch in die anderen Räume.

Wenn ihr Kätzchen ein Freigänger werden soll
Junge Kätzchen und auch erwachsene Neuzugänge dürfen erst nach dem ersten Impfen plus mindestens einem Monat Eingewöhnung nach draußen. Sie können aber während dieser Zeit schon einmal das Kommen auf Zuruf mit einer klappernden Futterdose trainieren. Am Besten lasst das Kätzchen anfänglich immer vor dem Füttern hinaus, dann sollte das mit der Futterdose gut klappen. Freigänger müssen auf jeden Fall kastriert werden und mit einem Mikrochip oder einer Tätowierung gekennzeichnet werden. Ob ihr euer Kätzchen nach draußen lassen solltet, ist schwer zu beantworten. Ein Freigänger lebt natürlich gefährlicher, aber manchmal auch zufriedener. Andere Katzen fühlen sich drin pudelwohl und wollen die große, weite Welt gar nicht erkunden. Ratsam ist, für euch selbst eine Art Risikoabwägung zu machen und dann zu entscheiden.

Tierarzt hält lächelnd getigerte Katze auf dem Arm

Katze auf den ersten Tierarztbesuch vorbereiten
Nutzt den ersten Termin beim Tierarzt vor allem als Kennenlernen-Termin. So kann sich das Kätzchen an die Praxis langsam gewöhnen. Geht es gleich zur Sache in der Praxis, könnte das Kätzchen verschreckt werden. Die Folge kann sein, dass die Katze dauerhaft Angst vor Tierarztbesuche hat. Die Katze dann hierfür ins Körbchen zu bekommen, würde jedes Mal zu einem erheblichen Kraftakt für euch werden.

Behandlungskosten drei- bis vierstellig
Überlegt auch unbedingt eine Tierkrankenversicherung abzuschließen. Denn auch Katzenmedizin wird inzwischen auf Hightech-Niveau durchgeführt. Behandlungen und erst recht Operationen können schnell in den drei- oder vierstelligen Bereich gehen. Spart Beiträge, indem ihr die Katze sofort als Junges versichert. Ist sie erst mal krank, ist eine Aufnahme in eine Versicherung schwierig. Schaut doch einfach mal in unseren Beitragsrechner, was genau eure Katze bei uns kostet. Wir übernehmen Tierarztkosten zuverlässig ohne jährliches Limit. Viel Spaß beim Kennenlernen eurer neuen kleinen Katze.

Lesetipp: „Das Samtpfoten – Handbuch – Basiswissen für Katzenfreunde“ Verlag Cadmos von unserer Tierärztin Dr. Barbara Wehr