Die Tage werden kürzer und die Minusgrade rücken näher. Eins ist klar: Der Winter steht jetzt vor der Tür! Wir verraten Ihnen 5 wertvolle Tipps von unseren TIERdirekt Mitarbeitern, wie Sie und Ihr Hund fit durch den Winter kommen und diese Zeit zusammen genießen können. Von Hundebesitzer zu Hundebesitzer!

1. Spaziergänge der Jahreszeit anpassen

Die Winterlandschaft lädt zu Spaziergängen mit traumhaftem Blick ein. Leider verdirbt oft das gestreute Salz den Spaß, denn die Pfoten Ihres Lieblings könnten dadurch in Mitleidenschaft gezogen werden.  Unsere Mitarbeiterin Ina Steils rät:

"Eine Pfotenpflegecreme vor dem Spaziergang verhindert das Einreißen und hilft, dem brennenden Schmerz des Salzes in rissiger Haut vorzubeugen. Nach dem Spaziergang spülen sie die Pfoten am besten mit lauwarmem Wasser ab, um das Salz vollständig zu entfernen.“

Da die Straßen durch den Schnee oftmals in weiche Untergründe verwandelt und die Krallen dadurch nicht mehr natürlich abgenutzt werden, empfiehlt es sich, diese deutlich häufiger zu kürzen als sonst.

"Das machen Sie am besten beim Tierarzt oder Sie lassen sich von ihm die richtige Technik zeigen.“

Bei sehr dünnem Fell können Sie Ihrem Liebling ein Jäckchen oder einen wärmenden Pullover anziehen. Ansonsten halten Sie die Spaziergänge lieber kürzer und bleiben nicht zu lange für einen Plausch mit der Nachbarin auf einer Stelle stehen, damit Ihr Weggefährte weiter in Bewegung bleibt und genug Körperwärme produzieren kann. Vielleicht verabreden Sie sich stattdessen lieber zu einer kleinen gemeinsamen Gassirunde um den Block.

2. Leuchtende Kleidung bei Dunkelheit

Stephan Haverkamp verrät:

„Mit unserem Sammy gehen wir bei Dunkelheit nur mit einem leuchtenden Halsband aus dem Haus. Da er schwarzes Fell hat, ist er so besser zu sehen.“

Auch Warnwesten, reflektierende Leinen und Geschirre oder Blinklichter eignen sich für den abendlichen Spaziergang, um von anderen Verkehrsteilnehmern besser gesehen zu werden. Bei unbeleuchteten Wegen kann eine Taschenlampe hilfreich sein. Auch Sie als Hundehalter sollte für andere gut sichtbar sein und helle, reflektierende Kleidung tragen. Deswegen tragen Sie am besten zu den Spaziergängen im Dunkeln eine Jacke mit Reflektoren an den Ärmeln.

3. Schnee gehört nicht in den Hundemagen

Da Schnee auf viele Hunde eine magische Wirkung hat, lädt dieser oft zu wildem Toben und Wälzen ein. Dabei sollten Sie darauf achten, dass Ihr Hund keinen Schnee frisst. Animieren Sie ihn daher möglichst nicht dazu, Schneebälle zu jagen und zu fangen.

Durch das Fressen des Schnees kann sich die Magenschleimhaut entzünden und eine sogenannte Schnee-Gastritis entstehen. Dabei können Symptome wie Durchfall, Erbrechen, Husten und Fieber auftreten.

Noch gefährlicher wird es, wenn sich Streusalze oder sogar Frostschutzmittel im Schnee befinden. Insbesondere Frostschutzmittel sind für Hunde hochgradig giftig und führen selbst bei der Aufnahme von nur geringen Mengen zu starken Vergiftungserscheinungen.

4. Zu Hause angekommen: Sauber und warm

Nach so einem Winterspaziergang freut Hund sich auf ein warmes Zuhause. Befreien Sie Ihren Vierbeiner daher von Schnee und Eis und bieten Sie ihm in seiner Lieblingsecke ein gemütliches Heimkommen. Viele Hunde freuen sich auch über eine warme Decke in ihrem Körbchen, die vorher auf der Heizung lag.

„Da der Bodenbelag in unserer Wohnung oft sehr kalt ist, lege ich vor allem im Winter eine dicke Decke in die Hauptbereiche, z.B. im Wohn- und Schlafzimmer, aber auch in die Küche.“ verrät Lea Spindler.

Besonders bei Fliesenböden oder auch Erdgeschosswohnungen macht das Sinn, da die Böden hier oft nicht ausreichend warm sind.

Und baden? Nur, wenn unbedingt notwendig. Da Shampoo die natürliche Fettschicht von Haut und Fell schädigt und Ihr Liebling damit anfälliger für Nässe und Kälte wird, sollten Sie ihn bei Bedarf nur mit warmem Wasser abduschen.

5. Ernährung anpassen

Durch den Abfall der Temperatur im Winter haben Hunde oftmals einen erhöhten Energiebedarf, da sie zur Aufrechterhaltung Ihrer Körpertemperatur mehr Kalorien verbrennen. Auch wenn das Winterfell nicht mehr ausreichend warm hält, kann eine Anpassung der Futtermenge sinnvoll sein. Bewegt sich Ihr Hund auch im Winter viel an der frischen Luft und in der Kälte, ist sein Energiebedarf wahrscheinlich erhöht. Passen Sie also den Energiebedarf an, wenn Sie merken, dass es notwendig ist. Das können Sie kontrollieren, indem Sie ihren Liebling regelmäßig wiegen. So vermeiden Sie Über- und Untergewicht.

Grundsätzlich – gerade aber im Winter – sollte die Hundeernährung ausgewogen und von guter Qualität sein. Besonders wichtig sind hier Eiweiß, B-Vitamine, Biotin und Zink. Auch ungesättigte Fettsäuren sind sinnvoll. Richtig angewendet können passende Nahrungsergänzungsmittel die Abwehrkräfte stärken. Bevor solche jedoch zum Einsatz kommen, besprechen Sie dies am besten mit Ihrem Tierarzt.

Und jetzt? Genießen Sie die magische Winterzeit mit Ihrem Vierbeiner.