Genau wie der menschliche Körper nicht zum Dasein als Couchpotato geboren ist, braucht auch der Körper unserer Hunde tägliche seine Herausforderungen. Dabei hängt die richtige Auslastung eines Hundes auch von seiner Größe und seiner Rasse ab. Hunde, die nicht richtig ausgelastet werden, können zu Verhaltensauffälligkeiten wie Aggression, Depression oder auch Unreinheit neigen. Um dies zu verhindern, empfehlen wir schon im Welpenalter, sich mit den genauen Bedürfnissen des vierbeinigen Lieblings auseinanderzusetzen. Lasst euch ruhig von eurem Züchter, eurer Hundeschule oder aber auch vom Tierarzt über die richtige, artgerechte Auslastung beraten. Dann wisst ihr frühzeitig, was euer Hund täglich an Herausforderungen aber auch Ruhephasen pro Tag benötigt, um ihm ein optimales Leben zu bereiten.

Hunde brauchen Beschäftigung wie Ruhe
Ein Patentrezept über die richtige Auslastung eines Hundes gibt es nicht: Während die einen besonders viel Bewegung benötigen, brauchen andere Hunde mehr Kopfarbeit, um richtig ausgelastet zu sein. In jedem Fall stärken gemeinsame Aktivitäten die Bindung zu deinem Hund und sorgen gleichzeitig für ein gutes Wohlbefinden. Das heißt aber natürlich nicht, dass ihr euren Hund den ganzen Tag bespaßen müsst. Seine Ruhezeiten sollten unbedingt beachtet werden. Denn gleichzeitig brauchen Hunde auch viele Erholungsphasen am Tag.

Frau auf Meeresklippe bückt sich zum Spielen mit Hunde runter.

Vier verschiedene Arten von Auslastung bei Hunden
Ihr solltet nicht nur darauf achten, dass euer Hund körperlich und geistig richtig ausgelastet ist. Auch die soziale und besonderes die rassetypische Auslastung ist für die Tiere entscheidend. In Abhängigkeit von Alter und der Konstitution des Vierbeiners sollten idealerweise alle vier Bereiche ineinander übergreifen. Das heißt natürlich nicht, dass sie alle jeden Tag abgedeckt werden müssen. Wie immer kommt es auf die richtige Mischung an.

Soziale Auslastung - mit anderen Hunden treffen
Hier handelt es sich um nichts anderes als den regelmäßigen Kontakt zu anderen Artgenossen. Denn der ist von Anfang für die Entwicklung wichtig. Schon in ganz jungem Alter lernt der Hund hier die richtige Interpretation der Körpersprache und somit der richtigen Interaktion mit anderen Hunden.

Körperliche Auslastung - bewegt eure Hunde
Hunde brauchen natürlicherweise Bewegung und auch genügend Freilauf. Dabei gibt es Rassen wie z.B. Windhunde, die mehr Bewegung brauchen oder Chihuahuas, die mit normalen Spaziergängen auskommen.

Person betreibt mit zwei Schlittenhunden auf Waldweg Zughundesport.

Rassetypische Auslastung - jeder Hund ist anders
Es geht darum, dass euer Hund seinen Bewegungsdrang rassetypisch ausleben kann. Dafür gibt es verschiedene spezielle Trainings. Für Hütehunde eignen sich z.B. das Longieren, für Apportierhunde oder Jagdhunde ist Fährtensuche oder Mantrailing passend. Schlittenhunde könnt ihr mit Jöring (Zughundesport) trainieren. Hundetrainer und Hundeschulen helfen euch dabei, die richtigen Trainingsübungen genau für euren Hund zu finden.

Geistige Auslastung - Hunde-Tricks trainieren
Hunde sind wissbegierig und wollen lernen. Das Beibringen von Tricks eignet sich prima, um die geistige Leistungsfähigkeit eurer Fellnase spielerisch zu erhalten und zu fördern. Hier ist wichtig, dass das Training langsam aufgebaut wird und man das Tier nicht überfordert. Kleine Trainingseinheiten von 5 - 10 Minuten gefolgt von Spielpausen reichen hier vollkommen. Viel Lob und Geduld zahlen sich am Ende aus. Zum Schluss einer jeden Einheit sollte für den Hund ein Erfolgserlebnis stehen.

Zusammenfassend kann man sagen: Richtig auslasten bedeutet nicht, dass der Hund eine permanente Beschäftigung benötigt. Vielmehr kommt es darauf an, dass er zwischendurch Aufgaben braucht, die seinen Bedürfnissen entsprechen und ihn auslasten. Schon im Vorfeld sollte man sich überlegen, ob die Bedürfnisse der ausgewählten Rasse zu den eigenen Bedürfnissen passen, dann kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Dabei solltet ihr aber auch nicht vergessen: Ein Hund benötigt vor allem Dingen auch viel Ruhe. Wir wünschen euch viele erfüllende Momente mit eurer Fellnase.