Futter, Schlafplatz, Spielzeug oder eine welpengerechte Umstellung der Wohnung: Zieht ein Welpe bei euch ein, habt ihr sicherlich alle Hände voll zu tun. Doch ist der Welpe erst mal da, warten sehr wichtige formale Themen auf euch: Hundeversicherungen, Hundesteuer, Impfungen, Untersuchungen und Chippen. Gar nicht so einfach sich neben der Eingewöhnung des neuen Mitbewohners darum zu kümmern. Deshalb im Folgenden einen Leitfaden von uns, wie ihr als frischer Welpenbesitzer gleich die richtigen Weichen für ein gesundes und sicheres Leben des neuen Familienmitglieds stellt.

Mädchen liegt mit zwei kleinen Welpen auf weißem Plüschteppich.

Hundesteuer

Jede Kommune erhebt individuell eine Steuer auf privat gehaltene Hunde. Gewerbliche Tiere wie z.B. Wach- oder Blindenhunde sind von der Steuer ausgeschlossen. Die Hundesteuer wird einmal pro Jahr gezahlt und richtet sich individuell nach Rasse oder Größe des Hundes. Spätestens bis zum dritten Lebensmonat solltet ihr als Welpenbesitzer dazu bei eurer Gemeinde oder Stadt vorstellig werden, um euren jungen Hund zu registrieren. Informiert euch am besten auf der Homepage eurer Kommune über das genaue Prozedere. Dort gibt es meist auch Formulare zum Herunterladen.

Hundehalter-Haftpflicht                                                                                              

Ihr werdet es schon bemerkt haben: Junge Hunde sind wahre Energiebündel. Insbesondere unterwegs in fremder Umgebung oder bei Besuchen kann schnell etwas umfallen oder jemand stürzt, wenn euer Welpe unvermittelt auf Verkehrswege hinausrennt. Verletzt sich z.B. ein Fahrradfahrer bei einem Sturz so schwer, dass er längerfristige gesundheitliche Schäden hat, bedeutet das extreme Summen für euch als Tierhalter. Eine Hundehalter-Haftpflichtversicherung schützt zuverlässig im Falle eines Falles vor solchen finanziellen Forderungen. In den Bundesländern Berlin, Brandenburg, Hamburg, Niedersachsen und Thüringen ist diese Versicherungsart sogar Pflicht. Seid ihr in diesen Bundesländer wohnhaft, müsst ihr eine Hundehaftpflicht gleich bei der Registrierung zur Hundesteuer nachweisen. In anderen Bundesländern wird die Hundehaftpflicht nur für bestimmte Rassen oder Hundegrößen vorgeschrieben. Informiert euch als Welpenbesitzer am besten im Vorfeld über die Gegebenheiten bei euch vor Ort.

Kleiner weiß-braun gescheckter Hund schaut aus zerrissenem Klopapierrollen

Hundehalter-Haftpflichtversicherungen unterscheiden sich stark in ihren Leistungen. Dabei lohnt sich ein genauer Blick, für welche Schäden die Hundehaftpflicht im Detail aufkommt. Wichtiges Kriterium ist eine ausreichende Deckungssumme, die insbesondere z.B. für dauerhafte kostspielige Personenschäden aufkommen muss. Die Deckungssumme sollte daher mindestens 5 Millionen EUR, besser noch 10 Millionen EUR betragen. Schaut unbedingt auch auf die Zusatzleistungen einer Hundehaftpflicht. Von uns bei TIERdierkt erhaltet ihr ein sehr breites Spektrum, u.a.:

•   Mietsachschäden: essentiell, wenn man zur Miete wohnt oder eine                            Ferienwohnung mietet

•   Schäden bei Unterbringung in einer Hundepension

•   Flurschäden: z.B. wenn landwirtschaftliche oder Forstflächen betroffen sind

•   Auslandsaufenthalte

•   Führen ohne Leine: lassen moderne Hundehaftpflichtversicherungen zu; sogar      wenn eine andere Person mit dem Hund Gassi geht

•   Rettungs- und Bergungskosten

Sehr wichtig ist, dass eure Hundehalter-Haftpflicht auch im umgekehrten Fall zahlt. Das heißt: Ihr werdet von einem anderern Hund geschädigt, der Hundebesitzer hat keine Hundehaftpflicht und kann nicht zahlen. Dann ist die sogenannte Forderungsausfalldeckung eurer eigenen Hundehaftpflicht entscheidend. Und Achtung: Hundehalter-Haftpflichtversicherungen können mit der Zeit veralten und entsprechen dann nicht mehr den aktuellen Leistungsstandards am Markt. Darum solltet ihr euch unbedingt für Produkte entscheiden, die Best-Leistungs-Garantien enthalten. Auch wir stellen mit einer solchen Garantie sicher, dass eure Hundehaftpflicht bei uns jederzeit alle Leistungen enthält, die auch aktuell führende Produkte am Markt haben.  

Hundekrankenversicherungen für Welpen günstig

Was Menschen oft überrascht, die zum ersten Mal ein Hund besitzen: Tiermedizin arbeitet inzwischen auf dem Hightech-Niveau von Humanmedizin. Hunde, die vor Jahren noch aufgegeben werden mussten, können heute ein gutes schmerzfreies Leben führen. Die Kehrseite der Medaille: Tiermedizin wird immer kostspieliger, der Gang zum Tierarzt für Hundebesitzer immer teurer. Eine Krankenversicherung für Hunde übernimmt die Kosten. Laut Berechnungen des Westdeutschen Rundfunks (WDR) müssen Tierhalter im Durchschnitt mit Tierarztkosten in Höhe von 6.600 EUR1rechnen, laut einer Erhebung der Zeitschrift STERN sogar mit 9.400 EUR2. Darauf zu sparen macht allerdings wenig Sinn, da dies ja nur ein Durchschnittswert ist und man als Tierhalter nie weiß, wann die großen Kosten auf einen zukommen. Auch ein junger Welpe ist leider nicht vor ernsthaften Krankheiten sicher, Unfälle können aufgrund von ungestümen Verhalten sowieso schnell mal auftreten. Daher solltet ihr Hunde schon als Welpen krankenversichern. Zumal die Tarife für Welpen besonders günstig sind. Denn sind bei einem Hund erstmal chronische Krankheiten vorhanden, ist eine Aufnahme in eine Tierkrankenversicherung nicht mehr möglich. Für versicherte Hund hingegen kann kommen, was will: Der Schutz gilt bei einem zuverlässigen Tierversicherer ein Leben lang, auch wenn später chronische Beschwerden auftreten. Also: Am besten den jungen Welpen alsbald versichern und ihr seid frühzeitig auf der sicheren Seite. Der Markt bietet hierzu attraktive Kombinationsangebote aus Hundehaftpflicht und Hundekrankenversicherung.

Mädchen sitzt mit kleinem weiß-braun geschecktem Hund am Laptop, Plastikkarte in der Hand.

Bei Hundekrankenversicherungen gibt es reine Operationsversicherungen für einen Kostenschutz rund um OPs inklusive Diagnostik und Nachsorge. Umfassende Vollversicherungen bieten sämtlichem Schutz darüber hinaus gegen alle weiteren Behandlungen und Untersuchungen sowie Vorsorgemaßnahmen. Operationsversicherungen kosten deshalb weit weniger als Vollversicherungen. Bedenkt aber dabei, dass Operationskosten im Leben eines Tieres nur ca. die Hälfte aller Tierarztkosten ausmachen. Genauso viele Kosten entstehen erfahrungsgemäß nämlich durch Behandlungen von Krankheiten und Unfällen ohne Operationen wie z.B. bei Knochenbrüchen, Vergiftungen oder gar chronischen Krankheiten wie Diabetes. Sämtliche tierärztlichen Bereiche lassen sich somit nur mit einer Hundekranken-Vollversicherung als Rundum-Schutz abdecken. Bei Vollversicherungen müsst ihr unbedingt darauf schauen, dass auch z.B. Vorsorgemaßnahmen wie Impfungen, Wurmkuren oder Zahnprophylaxe ausreichend abgedeckt sind. Oft haben Tierversicherer hierfür einzelne Pauschalen festgeglegt, die jährlich nur Leistungen von 50 - 100 EUR im Jahr erstatten. Das reicht aber bei weitem nicht. Eine verantwortungsvolle Vorsorge für euren Hund Tier verhindert viele Krankheiten schon im Vorfeld und kann Tierarztkosten im hohen dreistelligen Bereich nach sich ziehen können.

Eine solche Limitierung von Leistungen durch einzelne Pauschalen kommt für unsere Versicherungsprodukte nicht in Frage. Wir wollen euch als Hundehalter einen transparenten und fairen Kostenschutz bieten. Das gilt auch bei der gerne von Versicherern beworbenen protentualen Übernahme der Leistungen. Ganz gleich ob OP- oder Vollversicherung: Wir übernehmen eure versicherten Leistungen zu 100 %. Aber Vorsicht: Auch ein Tarif mit 100% Kostenübernahme bringt dem Tierhalter nicht viel, wenn die Kostenübernahme wie häufig der Fall jährlich begrenzt ist. Diese Grenze kann oft bei günstigen Tarifen bei 500 - 1.000 EUR liegen. Bei häufigen Behandlungen wie z.B. eine Magendrehung - Kostenpunkt laut Gebührenordnung ca. 2.800 EUR - zahlt man dann kräftig darauf. Das sollte nicht sein: Darum haben wir auf eine jährliche Begrenzung von Leistungen komplett verzichtet. Und last but not least: Achtet auf eine schnelle und zuverlässige Abwicklung im Kostenfall. Bei guten Tierkrankenversicherungen bekommt ihr eine Kostenzusage sofort beim Praxisbesuch. So könnt ihr selbst kostspieligen und lebensnotwendigen Behandlungen und Operationen sofort zustimmen. Dazu haben wir als erster Anbieter von Tierversicherungen eine direkte Schnittstelle zu den Praxissystemen von Tierärzten entwickelt. Ihr verlasst so fertig abgerechnet die Praxis oder Klinik mit eurem Liebling. Das Geld bekommt die Praxis oder Klinik direkt erstattet, eventuelle Eigenanteile werden von eurem Konto abgebucht. Einen aktuellen Vergleich von Hundekrankenversicherungen findet ihr u.a. beim Verbraucherportal Forbes Advisor.    

Erste Tierarztbesuche mit Welpen

Zwei Wochen nach Einzug eures Welpen solltet ihr euren Tierarzt aufsuchen, um den jungen Hund gründlich durchzuchecken und den gesundheitlichen Zustand genau einschätzen zu können. Falls körperliche Einschränkungen festgestellt werden, können diese rechtzeitig behandelt werden. Früh drohen auch erste Infektionskrankheiten, so dass ab den zweiten Lebensmonat bereits Impfungen durchgeführt werden. Da ein Besuch beim Tierarzt für den Welpen sehr aufregend ist, empfehlen wir, zunächst mal einen ersten Kennlerntermin ohne Untersuchung mit der Tierarztpraxis auszumachen. So kann euer junger Hund an die ungewohnte Umgebung gewöhnt werden und ihr könnt besser einschätzen, wie aufgeregt er auf solche Besuche im Ernstfall reagiert. Um Tierarztbesuche langfristig attraktiv zu halten, sind Belohnungen wie Leckerlis nach dem Termin ein sehr zu empfehlendes Mittel.

Dalmatiner-Welpe wird mit Stethoskop am Bauch untersucht.

Diese Impfungen stehen ab einem Alter von zwei Monaten beim Welpen an. Sie sind zur Grundimmunisierung wichtig und schützen im weiteren Verlauf seines Lebens vor übertragbaren Krankheitserregern durch andere Hunde aber auch durch Katzen sowie durch Tiere in der freien Wildbahn:

•   Parvovirose (Katzenseuche, die auch auf Hunde übertragbar ist)

•   Leptospirose (Stuttgarter Hundeseuche)

•   Staupe

•   Hepatitis contagiosa canis (Leberentzündung, ansteckend)

•   Tollwut ab der 12. Woche gesetzlich vorgeschrieben, wird 3x wiederholt

Ab dem 2. Monat solltet ihr auch Wurmkuren durchgeführen lassen. Diese sind sehr wichtig, da Würmer sich sehr negativ auf das Immunsystem des jungen Tieres auswirken können und so Infektionen leichtes Spiel hätten. Darum wird die Entwurmung bis zur 12. Woche alle zwei Wochen wiederholt. Danach sollten die Termine alle 3-6 Monate durchgeführt werden. Außerdem solltet ihr euch frühzeitig bei eurem Tierarzt gegen einen wirksamen Schutz vor Ektoparasiten wie Zecken, Flöhe oder Läuse erkundigen.

Chippen

Denkt darüber nach, euren Welpen mit einem Mikrochip zu versehen. Läuft er mal weg, kann er anhand der Chipnummer eindeutig identifiziert werden. Dazu ist es aber wichtig, den Hund bei einem Hunderegister wie z.B. Tasso oder Findefix zu einzutragen. Dort ist dann die 15-stellige Chipnummer mit den Kontaktdaten des Halters kombiniert. Das Einsetzen des Chips ist ein einfacher, ungefährlicher Vorgang, der von einem Tierarzt vorgenommen wird. Der Chip wird unter die Haut injiziert und platziert sich im Nackenbereich des Hundes. Im Gegensatz zum klassischen Tätowieren kann das Chippen vollkommen ohne Narkose durchgeführt werden. Der Chip, der lediglich den 15-stelligen Code enthält, verwächst schnell mit dem Gewebe. Gefahr durch elektrische Strahlung geht von den Chips nicht aus, da sie keine eigene Stromversorgung besitzen.

EU-Heimtierausweis

In den Bundesländern Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Berlin ist das Chippen der Hunde sogar Pflicht, in einigen weiteren Bundesländer gilt dies nur für bestimmte Kampfhunderassen. Auch für Fahrten ins Ausland benötigen Tierhalter ein gechipptes Tier, um den EU-Heimtierausweis zu beantragen. Zudem ist bei Abschluss von Tierkrankenversicherungen der Nachweis einer Chipnummer erforderlich.

Das Experten-Team von TIERdirekt wünscht euch viel Freude und eine gute Zeit mit dem jungen Welpen. Viel Spaß und viele interessante Erfahrungen beim weiteren Kennenlernen.

Quellen:

1) Westdeutscher Rundfunk: TV-Sendung „Ausgerechnet Hund“, abgerufen Mediathek 05.01.2021

2) www.stern.de: Artikel „Futter, Tierarzt, Steuer – einHund verschlingt ein kleines Vermögen“ von GernotKramper, 08.05.2019