7 Merkmale einer guten Tierkrankenversicherung

Richtig abschliessen Dec 10, 2020

Ob Hund, Katze oder Kaninchen, sie werden schnell zu echten Familienmitgliedern. Aber wie jedes Familienmitglied werden Tiere auch krank oder erleiden Unfälle, selbst im jungen Alter. Tierarztkosten können dann leicht mal mehrere tausend Euro hoch sein. Tierversicherungen sollen diese Kosten größtenteils übernehmen. Doch bei der Suche nach dem besten Anbieter findet man sich schnell in einem undurchschaubaren Tarifdschungel wieder. Diese sieben Kriterien sind beim Abschluss einer Tierkrankenversicherung entscheidend, um das nächste Mal zumindestens finanziell entspannt zum Tierarzt gehen zu können.

Hohe Leistungsübernahme

Einige Versicherer versprechen die Tierarztkosten, gegen die man sich abgesichert hat, zu 80 bis 100 % zu übernehmen. Doch Vorsicht: Das funktioniert bei kostspieligen Behandlungen oder Operationen auch nur dann, wenn die Leistungsgrenze des Tarifs hoch genug ist. Liegt diese mit 1.000 - 1.500 € niedrig, müssen selbst recht alltägliche Operationen wie z.B. 2.600 € für eine Magendrehung – sogar bei versprochener Übernahme von 100 % – zum größten Teil selbst getragen werden.

Die jährliche Leistungsgrenze oder Jahresleistung oder Jahreshöchstleistung beschreibt also die Höhe der versicherten Tierarztkosten, die maximal pro Jahr für das Haustier vom Versicherer erstattet werden. Bei einer guten Vollversicherung sollte dieses Jahresbudget mindestens 5.000 € betragen oder besser sogar unbegrenzt sein, um etwaige Operationen, Behandlungen und regelmäßige Vorsorgemaßnahmen voll abzudecken. Die angebotenen Leistungen sollten bereits sofort nach der üblichen Wartezeit gelten und nicht erst nach 1-2 Versicherungsjahren. Die Wartezeit beschreibt die Zeit vom Abschluss bis zum Zeitpunkt, wann die Versicherung frühstmöglich Kosten übernehmen kann und sollte zwischen 1-3 Monaten liegen. Sie ist für die Versicherer eine Vorsichtsmaßnahme, damit keine Tiere versichert werden, bei denen bereits eine Behandlung oder OP feststeht. Ansonsten würde dies die Beiträge für alle Versicherten in die Höhe treiben.

Wenig Leistungsausschlüsse

Durch vielfältige Ausschlüsse bei bestimmten Rassen oder bei Vorerkrankungen ist ein scheinbar günstiger Tarif gar nicht mehr günstig. Informieren Sie sich darum ganz genau bei einem Versicherer, was speziell an Leistungen ausgeschlossen ist. Ansonsten zahlen Sie im Leistungsfall trotz ausreichendem Jahresbudget Tierarztrechnungen trotzdem aus eigener Tasche. Im ersten Schritt reicht es, die genauen Tarifdetails auf der Webseite des Versicherers durchzuschauen. Eine gute Versicherung hat alle Ausschlüsse transparent aufgeführt. Ist die Vorerkrankung ausgeheilt bzw. stabilisiert, ist eine Absicherung – evtl. gegen Aufpreise – möglich.

Keine Beschränkungen bei Vorsorge und Diagnostik

Eine gute Tierkrankenversicherung springt nicht erst dann ein, wenn etwas passiert ist. Vielmehr sollte sie dafür sorgen, dass Vierbeiner gar nicht erst krank werden. Darum sollten ebenso Vorsorgemaßnahmen vollständig abgedeckt sein. Viele Versicherer versprechen dies zwar auf den ersten Blick, bei genauerem Hinsehen sind diese Maßnahmen aber bei 50 - 100 € limitiert. Dabei können notwendige Vorsorgemaßnahmen wie regelmäßige Impfungen, Parasitenprophylaxe oder Zahnsteinentfernung leicht dreistellige Beträge im Jahr verursachen. Eine anspruchsvolle Diagnostik wie MRT oder CT sollte ebenso im OP- wie im Vollversicherungsvertrag enthalten sein, genauso ein zuverlässiger Auslandsschutz für den nächsten Urlaub.

Erstattung von mindestens 3-fachem GOT-Satz

Tierärzte berechnen ihre Leistung nach der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT). Das hat für den Tierhalter wie auch für den Tierarzt den Vorteil, dass die Preise für die einzelnen Leistungen klar festgelegt sind. Wird ein teures Rassetier behandelt oder ist die Behandlung aufwändiger, können Tierärzte allerdings auch einen 2-fachen oder 3-fachen GOT-Satz berechnen. Inzwischen gelten Behandlungen am Abend, in der Nacht oder am Wochenende als Notdienste und können zum 4-fachen Satz abgerechnet werden. Aktuelle Tierversicherungstarife sollte daher bis zu diesen Sätzen erstatten. Seinen Tierarzt sollte man dabei immer frei wählen können.

Beiträge senken durch Selbstbeteiligung

Versicherer bieten oft OP- und Vollversicherungen in verschiedenen Abstufungen an. Hier ist Vorsicht vor günstigen Varianten geboten, diese bieten weniger Schutz. Was man beim Abschluss spart, bezahlt man im Versicherungsfall um ein Vielfaches, wenn große Übernahmelücken entstehen. Um bei den Beiträgen zu sparen, sind Konzepte mit Selbstbehalte wesentlich sicherer. Denn Tierhalter bekommen weiterhin den vollen Kostenschutz. Dabei tragen Tierhalter pro Jahr einen geringen Betrag der Tierarztkosten selber. Bei TIERdirekt kann man z.B. auf Wunsch kleinere feste Beträge pro Jahr von z.B. 135 € selbst tragen und behält bei allen Kosten, die darüber hinaus gehen, die volle Kostenerstattung.

Moderate Steigerung der Beiträge im Tieralter

Da die meisten Krankheiten im Tieralter eintreten, berechnen Tierversicherer prozentuale Altersaufschläge, die mit zunehmendem Jahren sehr hoch ausfallen können. Daher unbedingt auf eine moderate Steigerung bei älteren Tieren achten. Außerdem werden Tiere bis zu einem Alter gar nicht mehr aufgenommen. Daher ist es ratsam seinen Liebling bereits als Jungtier zu günstigen Beiträgen zu versichern. Ist das Tier erstmal abgesichert, bleibt es bei seriösen Anbietern ein Tierleben lang geschützt. So sollten dabei schon bei Abschluss über veränderte Bedingungen im Tieralter aufgeklärt werden.

Sichere Kostenzusage sofort beim Tierarzt

Ob eine Tierkrankenversicherung tatsächlich transparent und zuverlässig ist, zeigt sich letztendlich, wenn die ersten größeren Tierarztrechnungen beglichen werden müssen. Wie gut werden versicherte Leistungen tatsächlich als solche anerkannt? Wird Kleingedrucktes aus den Versicherungsverträgen und -bedingungen plötzlich in den Mittelpunkt gerückt? Wie lange dauert der ganze Prozess der Leistungsabwicklung. Müssen Rechnungen vom Tierhalter eingereicht werden? Oder läuft alles über den Tierarzt?

Fakt: Vom Einreichen der Rechnung bis zur Zusage des Versicherers, dass eine Leistung übernommen wird, vergehen mindestens 6-8 Stunden. Bei Behandlungen und Operationen, die sofort durchgeführt werden müssen, wird der Tierhalter quasi erstmal in Vorleistung gehen und hoffen, dass seine Versicherung die Tierarztleistungen auch übernimmt. Dabei sind im digitalen Zeitalter eigentlich andere Lösungen möglich. Als erster Anbieter von Tierkrankenversicherungen hat TIERdirekt zurzeit eine digitale Anbindung an die führenden Praxissysteme der Tierärzte. Dadurch sind wir in der Lage, sofort direkt in der Praxis Tierhaltern eine Kostenzusage zu geben und die Übernahme der Kosten abzuwickeln. Ist die Kostenerstattung nämlich sofort klar, können Tierhalter auch kostenintensiven Behandlungen sofort bedenkenlos zustimmen und die Tierkrankenversicherung erfüllt wirklich ihren Zweck.

7 Merkmale einer fairen & zuverlässigen Tierkrankenversicherung:

  • 80 - 100 % Übernahme von Tierarztkosten mit freier Tierarztwahl
  • mindestens 5.000 €, besser unbeschränkte Jahresleistung
  • bei Vollversicherungen: Vorsorgemaßnahmen unbegrenzt enthalten
  • Wartezeit 24 - 48 Stunden (Unfall) bzw. 4 - 12 Wochen (Krankheit)
  • Kostenzusage möglichst sofort beim Tierarztbesuch
  • nur moderat steigende Beiträge im Tieralter
  • bis 3-fachen GOT-Satz / Notdienste zum 4-fachen GOT Satz

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